Digitalisieren heißt, ein Schnittmuster aus Papier oder Stoff in eine Vektordatei zu überführen, die die Maße des Originals behält, damit Software damit weiterarbeiten kann.
Ein Schnitt lässt sich am Digitalisierbrett von Hand abfahren, in Abschnitten scannen und zusammensetzen, oder fotografieren und auf die wahre Größe zurückrechnen. Das Brett ist genau, aber langsam und braucht eigene Hardware. Scannen stößt an seine Grenze, sobald ein Teil größer ist als die Glasfläche. Fotografieren funktioniert mit dem, was du ohnehin hast, sofern das Bild einen bekannten Maßstab trägt.
Drei Dinge entscheiden, ob ein digitalisierter Schnitt brauchbar ist: Die Maße müssen zum Original passen, die Kurven müssen rund bleiben statt zu einer Kette kurzer Geraden zu werden, und die Markierungen, die beim Nähen zählen, müssen erhalten bleiben. Eine Kontur allein ist noch kein Schnitt. Knipse, Fadenlauf und Teilebezeichnungen tragen so viel Information wie die Außenlinie.
Ist der Schnitt einmal eine Vektordatei, lässt er sich in Schnitt-CAD gradieren, in 3D drapieren, in Originalgröße auf den Stoff projizieren, an einen Plotter schicken oder einfach ablegen, ohne dass das Papier altert. Die digitale Fassung reist außerdem: Eine Kollegin auf einem anderen Kontinent arbeitet mit derselben Datei statt mit dem Scan eines Scans.
PatternScan Pro digitalisiert per Foto. Die vier Referenzfelder geben dem Bild seinen Maßstab, PatternScan Pro rechnet Linsen- und Perspektivfehler heraus, erkennt die Kontur und exportiert SVG, DXF, PACX oder PNG.

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