Ein Kalibrierungsprofil sagt PatternScan Pro, wie das Objektiv deiner Kamera das Bild verzerrt, damit deine Maße stimmen. Viele Handys brauchen nie eins. Braucht deins eins, legst du es einmal an: Schachbrett drucken, 20 Aufnahmen davon machen, fertig. Diese Anleitung zeigt dir zuerst den Weg am Handy und unten kurz am Desktop. Das Prinzip ist auf beiden gleich.
Jedes Objektiv biegt gerade Linien ein wenig, am stärksten zum Bildrand hin. Ein Kalibrierungsprofil misst das einmal für deine Kamera, und PatternScan Pro korrigiert es in jedem Foto. Am Handy brauchst du meist keins: Die PatternScan Pro App bringt die Kalibrierung für die meisten Geräte schon mit, zum Beispiel für iPhones mit Dual-Kamera oder LiDAR. Liefert dein Handy keine verlässlichen Kameradaten, sagt dir die App das mit „Kalibrierungsprofil erforderlich“. Am Desktop brauchst du ein Profil, wenn du Fotos aus der normalen Kamera-App deines Handys oder von einer Kamera hochlädst. SVG-Dateien kommen ohne aus.
Ein Profil je Aufbau: Ein anderes Handy, ein anderes Objektiv oder eine andere Zoomstufe braucht ein eigenes Profil.


Drucke das Schachbrett für A4 oder US Letter aus unserer Referenz-Anleitung, oder öffne es aus dem Assistenten: in der App mit „Schachbrett-Vorlage herunterladen und drucken“, am Desktop mit „Referenz herunterladen“. Drucke in 100 % Skalierung, nie mit „an Seite anpassen“. Das Schachbrett hat 7 × 10 Felder mit je 25 mm. Miss ein Feld mit dem Lineal nach: Sind es nicht genau 25 mm, zeigt dir die Referenz-Anleitung, was du tun kannst.
Öffne in der App die „Einstellungen“. Fang mit „Messgenauigkeit testen“ an: Der Test misst ein einfaches A4-Blatt und zeigt dir, wie weit dein Gerät danebenliegt. Passt das Ergebnis, bist du hier fertig. Wenn nicht, oder wenn die App ein Profil verlangt hat, tippe auf „Eigenes Kalibrierungsprofil erstellen“.
Klebe das Schachbrett flach und ohne Knicke auf einen Tisch, bei natürlichem, gleichmäßigem Licht ohne harte Schatten. Das Schachbrett bleibt liegen, nur das Handy bewegt sich. Die grünen Markierungen zeigen die inneren Ecken, die in jeder Aufnahme im Bild bleiben müssen. Bei den Aufnahmen am Bildrand schneidest du Papierrand und äußere Felder absichtlich ab.
Die App führt dich durch 20 Aufnahmen. Der Sucher zeigt dir, wo das Schachbrett hingehört, und Hinweise wie „Näher ran“ oder „Stärker kippen“ bringen dich dorthin. Jede Aufnahme wird sofort geprüft, erst ein passendes Foto schaltet das nächste Ziel frei.
Vor den Aufnahmen am Rand und den gekippten erklärt dir eine kurze Seite, was sich ändert. Genau diese Aufnahmen zählen am meisten, denn die Verzerrung ist am Bildrand am stärksten. Kipp das Handy deutlich zur Seite, sodass eine Seite des Schachbretts kleiner wirkt, statt das Brett flach zu drehen.

Nach der letzten Aufnahme gibst du dem Profil einen Namen, an dem du es wiedererkennst, zum Beispiel dein Handymodell, und tippst auf „Profil erstellen“. PatternScan Pro berechnet das Profil und zeigt „Kalibrierung abgeschlossen“ mit seiner Qualität. Das neue Profil ist sofort aktiv, du findest es in den Einstellungen unter „Aktives Kameraprofil“. Mach danach noch einmal „Messgenauigkeit testen“, um zu vergleichen.
Schlägt die Kalibrierung fehl, führt dich „Serie neu starten“ noch einmal durch die Aufnahmen: Achte diesmal besonders auf scharfe Fotos.
Fotografierst du mit der normalen Kamera-App und lädst am Desktop hoch? Dann legst du das Profil dort an, mit demselben Schachbrett und denselben 20 Aufnahmen. Klicke auf „Öffnen“, dann auf „Desktop-Upload“, und wähle auf der Karte „Kalibrierung“ den Punkt „Kalibrierungsprofil erstellen“. Wähle „Smartphone“ oder „DSLR/Kamera“ und benenne das Profil nach Kamera und Zoom, zum Beispiel „iPhone 15 Pro 1x“.
Der Assistent zeigt dir die 20 Referenzaufnahmen als Beispiel: Stelle sie mit deiner Kamera nach, immer mit denselben Einstellungen, und füge sie unter „Upload & Analyse“ hinzu. Ab 15 Bildern startet die Analyse und zeigt dir, welche Aufnahmen noch fehlen. Steht dort „Das reicht für ein gutes Profil“, klickst du auf „Profil erstellen“.


Am Handy ist das Profil aktiv, sobald es erstellt ist, und jede Aufnahme nutzt es. Am Desktop wählst du es vor dem Upload auf der Karte „Kalibrierung“, dort steht dann „Aktiv“. Fotografiere dein Schnittmuster mit derselben Kamera und denselben Einstellungen, mit den vier Referenzfeldern drumherum.
Miss nach dem Import eine bekannte Länge nach, um das Ergebnis zu prüfen.

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